Eine vorgeschlagene Hausregel für größere Gruppen
Mit zwei Impostern ändert sich die Aufgabe: Ein verdächtiger Hinweis allein reicht nicht mehr. Die eingeweihte Gruppe muss ein Paar erkennen. Probiert diese Variante mit sieben bis zehn aktiven Personen aus, die das gewöhnliche Spiel mit einem Imposter bereits kennen.
Dies ist eine vorgeschlagene Papier-Hausregel und kein dokumentierter Spiono-Modus. Der Text behauptet nicht, dass die App automatisch zwei Imposter verteilt. Ihr braucht zusätzlich eine nicht mitspielende Person zum Austeilen. Niemand scheidet aus; eine Abstimmung beendet die Runde.
Zwei Rollen ohne Wort geheim austeilen
Die austeilende Person wählt ein bekanntes Wort und bereitet für alle aktiven Personen gleich aussehende, gefaltete Zettel vor. Auf genau zwei steht „Imposter“, auf allen übrigen dasselbe geheime Wort. Mischt die Zettel und verteilt sie verdeckt. Wer austeilt, spielt nicht mit, weil diese Person das Wort kennt.
Alle wissen, dass es genau zwei Imposter gibt. Die beiden erfahren jedoch nicht, wer ihr Gegenüber ist. Sie gewinnen oder verlieren gemeinsam, dürfen aber weder flüstern noch Zeichen geben oder Zettel austauschen. Die Rollen bleiben bis zur Auflösung geheim.
Eine Hinweisrunde und eine kurze Diskussion
Bestimmt den Startplatz vor dem Austeilen und spielt im Uhrzeigersinn. Jede Person nennt genau ein gesprochenes Hinweiswort. Verwendet keinen Teil der Antwort und keine Übersetzung. Ein Hinweis darf nach späteren Beiträgen nicht ersetzt werden. Anschließend diskutiert ihr neunzig Sekunden lang; alle dürfen ihren ursprünglichen Hinweis erklären.
Behaltet diesen Ablauf bis zum Ende bei. Entfernt keine verdächtige Person mitten in der Runde, fügt keine überraschenden Hinweisrunden hinzu und lasst niemanden eine sofortige Abstimmung erzwingen.
Zwei verschiedene Verdächtige gleichzeitig wählen
Alle aktiven Personen, auch beide Imposter, schreiben genau zwei Namen anderer Mitspielender auf einen nicht unterschriebenen Stimmzettel. Selbstwahl, doppelte Namen und Enthaltungen sind nicht erlaubt. Jeder genannte Name erhält eine Stimme. Beide Stimmen dürfen also nicht derselben Person gegeben werden.
Gebt die gefalteten Stimmzettel gleichzeitig ab, bevor die austeilende Person einen davon öffnet. Prüft, ob jeder Zettel zwei zulässige, unterschiedliche Namen enthält. Ist ein Zettel ungültig, bleiben alle Rollen geheim. Erklärt die Regel erneut und wiederholt die gesamte Abstimmung, sobald alle sie verstanden haben.
Eindeutige Siegbedingungen bei jeder Stimmenverteilung
Zählt die Stimmen pro Person. Die beiden höchsten Ergebnisse bilden nur dann ein gültiges Paar, wenn es eindeutig ist: Der zweitplatzierte Stimmenstand muss höher sein als der drittplatzierte. Die beiden Führenden dürfen untereinander gleichauf liegen, solange alle anderen weniger Stimmen haben.
Gebt zuerst das ausgewählte Paar bekannt und deckt dann sämtliche Rollen auf. Die eingeweihte Gruppe gewinnt nur, wenn beide Gewählten Imposter sind. Das Imposter-Team gewinnt, wenn eine gewählte Person eingeweiht ist oder ein Gleichstand an der Grenze zwischen Platz zwei und drei kein eindeutiges Paar zulässt. Es gibt weder Stichwahl noch einen letzten Versuch, das Wort zu erraten.
Beispiel mit acht aktiven Personen
Acht Personen geben insgesamt sechzehn Stimmen ab. Alex erhält fünf, Bea vier, Chris drei, Dana zwei, Emil eine und Finn eine; Greta und Hannah erhalten keine. Alex und Bea bilden das eindeutige Spitzenpaar. Sind beide Imposter, gewinnt die eingeweihte Gruppe. Ist stattdessen Chris der zweite Imposter, gewinnt das Imposter-Team.
Bei Gleichstand auf Platz zwei und drei gewinnt ebenfalls das Imposter-Team. Besprecht nach der Auflösung die Hinweise, ohne gleiche Stimmen als Beweis geheimer Zusammenarbeit zu behandeln. Wechselt Startplatz und austeilende Person und nehmt ein neues Wort. Weitere Formate erklären Abstimmung und Gleichstand und der Leitfaden für große Gruppen.