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Imposter-Spiel: Abstimmung und Gleichstand

Eine Abstimmung bleibt fair, wenn ihr Mehrheit, Gleichstand und letzte Worttipps vorher klärt. Hier stehen konkrete Beispiele für drei, vier und sechs Personen.

Regeln vereinbaren, bevor die Rollen feststehen

Das klassische Prinzip ist einfach: Eingeweihte kennen das Wort, der Imposter nicht; nach Hinweisen und Diskussion folgt die Abstimmung. Die genaue Auswertung ist aber nicht in jeder Spielvariante gleich. Wählt deshalb vorher, wie lange diskutiert wird, wie Stimmen abgegeben werden und was eine Entscheidung bedeutet. Die folgenden Verfahren sind Hausregeln für eure Runde, keine universellen Regeln oder zugesicherten Funktionen von Spiono.

Eine übersichtliche Abstimmung vorbereiten

Eine mögliche Hausregel ist eine kurze Diskussion, danach zeigen alle gleichzeitig auf eine Person. Niemand ändert seine Stimme, nachdem er andere Hände gesehen hat. Klärt außerdem, ob Selbststimmen und Enthaltungen erlaubt sind. Für die Beispiele hier gelten alle Stimmen als gültig und jede Person stimmt für jemand anderen. Bei mündlicher Abstimmung kann eine feste Reihenfolge die letzten Personen stärker beeinflussen als ein gleichzeitiges Verfahren.

Beispiel mit drei Personen

Bei 2–1 hat eine Person mehr als die Hälfte der Stimmen. Wenn eure Regel eine einfache Mehrheit verlangt, ist das eine Entscheidung. Bei 1–1–1 ist niemand vorn. Ihr könnt dann beispielsweise eine zusätzliche Hinweisschleife für alle mit erneuter Abstimmung vereinbaren. Bleibt es unentschieden, endet die Runde ohne Wertung. Das Verfahren muss schon feststehen, bevor klar ist, wen der Gleichstand schützt.

Beispiel mit vier Personen

Ein Ergebnis von 3–1 ist eindeutig. Bei 2–2 gibt es zwei gleich starke Verdächtige. Eine mögliche Hausregel ist eine Stichwahl zwischen diesen beiden nach einem neuen Hinweis aller Personen. Wenn das Ergebnis erneut 2–2 lautet, endet die Runde unentschieden. Bei 2–1–1 führt zwar eine Person, sie hat aber keine Mehrheit aller Stimmen. Ob eine relative Mehrheit genügt, müsst ihr ausdrücklich festlegen.

Beispiel mit sechs Personen

Bei 4–1–1 hat eine Person eine Mehrheit. Bei 3–2–1 führt jemand nur relativ, denn drei von sechs Stimmen sind genau die Hälfte. Bei 2–2–2 entsteht ein dreifacher Gleichstand. Dieselbe Regel sollte für all diese Fälle gelten: entweder relative Mehrheit mit vorher festgelegtem Gleichstandsverfahren oder eine strengere Mehrheit mit erneutem Informationsschritt. Fügt nicht spontan Ausschlüsse hinzu, damit endlich jemand verliert.

Auflösung und letzter Worttipp

Legt fest, wann Rollen und Wort aufgedeckt werden. Soll der enttarnte Imposter noch einen Worttipp erhalten, klärt Zeitpunkt, Anzahl und Wirkung vor dem Start; etwa genau ein Tipp vor der Wortauflösung. Das ist eine mögliche Hausregel und nicht automatisch Bestandteil jedes klassischen Formats. Nach der Auflösung lohnt sich ein kurzer Blick auf die Hinweise statt auf persönliche Vorwürfe.

Spiono ist ein lokales Spiel für mindestens drei Personen auf einem gemeinsamen iPhone; automatische Stichwahlen oder Zufallsentscheidungen werden hier nicht vorausgesetzt. Beispiele für den Ablauf zeigen die Dreierpartie und die Viererrunde. Bei mehr Stimmen hilft der Leitfaden für große Gruppen.