Was ihr braucht

  • Mindestens 3 Personen. Mit 4 bis 10 entsteht meist die beste Mischung aus Information und Unsicherheit.
  • Ein Handy mit einem Imposter-Spiel wie Spiono. Alternativ funktionieren beschriftete Zettel, dann kennt die vorbereitende Person allerdings das Wort.
  • Etwa 5 Minuten pro Runde. Karten, Spielbrett und langer Aufbau entfallen.

Imposter-Spielregeln Schritt für Schritt

1. Geheimwort und Rollen verteilen

Jede Person sieht ihre Rolle unbeobachtet an. Fast alle erhalten dasselbe Geheimwort, zum Beispiel Pizza. Der Imposter erfährt das Wort nicht und muss im weiteren Verlauf so tun, als würde er es kennen. In Spiono reicht ihr dafür das iPhone im Kreis herum; jede Person tippt einmal und gibt es verdeckt weiter.

2. Reihum Hinweise geben

Nun nennt jede Person ein Wort oder eine kurze Wendung, die mit dem Geheimwort zusammenhängt. Zu Pizza könnten Hinweise wie „Freitag“, „Lieferdienst“ oder „knusprig“ passen.

Der entscheidende Balanceakt: Ein sehr eindeutiger Hinweis verrät dem Imposter das Geheimwort. Ein beliebiger Hinweis wie „Essen“ beweist dagegen kaum, dass ihr das Wort kennt, und macht euch selbst verdächtig. Der Imposter hört genau zu, erkennt die ungefähre Kategorie und versucht, einen passenden Hinweis zu improvisieren.

3. Diskutieren und abstimmen

Nach einer oder zwei Hinweisrunden beginnt die Diskussion. Wer hat lange gezögert? Welcher Hinweis passt zu fast jedem Begriff? Wer übernimmt nur die Idee einer anderen Person? Anschließend stimmt die Gruppe über die verdächtigste Person ab.

  • Die Gruppe gewinnt, wenn sie den Imposter wählt.
  • Der Imposter gewinnt, wenn er die Abstimmung übersteht.
  • In einer verbreiteten Variante darf ein entlarvter Imposter das Geheimwort erraten und damit den Sieg noch stehlen.

Wie viele Personen können mitspielen?

Das Imposter-Spiel funktioniert ab 3 Personen. Bei 3 bis 6 reicht ein Imposter. Ab 7 Personen sorgt ein zweiter Imposter oft für mehr Spannung; die beiden müssen einander nicht kennen. Spiono passt die Rollenverteilung an die Gruppengröße an. Auch Runden mit 12 oder mehr Personen sind möglich, solange jede Person einen Hinweis bekommt und die Diskussion nicht zu lang wird.

Beispiel für eine komplette Runde

Fünf Freunde spielen mit dem Geheimwort Strand. Mia ist der Imposter und kennt das Wort nicht.

  1. Jonas sagt „Sonnencreme“, Lea „Wellen“, Mia wählt vorsichtig „Sommer“, Noah sagt „Sandburg“ und Aylin „Handtuch“.
  2. In der Diskussion fällt auf, dass „Sommer“ zu vielen Orten passt. Mia lenkt den Verdacht auf Noah, weil er vor seinem Hinweis gezögert hat.
  3. Die Mehrheit stimmt für Mia. Sie ist entlarvt, errät aus den Hinweisen aber „Strand“ und gewinnt nach der vereinbarten Zusatzregel trotzdem.

Sinnvolle Regelvarianten

  • Letzte Chance: Ein entlarvter Imposter darf das Geheimwort einmal erraten.
  • Zwei Imposter: Für Gruppen ab 7 Personen; sie kennen einander nicht.
  • Feste Redezeit: 30 Sekunden pro Hinweis und eine Minute Diskussion halten große Runden flott.
  • Ghost und Chaos: Die Spezialmodi von Spiono verändern die Verteilung von Wörtern und Rollen, damit erfahrene Gruppen ihre üblichen Muster nicht einfach wiederholen.

Legt die Varianten vor der ersten Runde fest. So entscheidet die Gruppe später nicht ausgerechnet dann über eine Regel, wenn das Ergebnis davon abhängt.