Alle Beiträge

4 Min. Lesezeit

Imposter-Spiel: Mit diesen Fragen prüft ihr den Bluff

Ein vager Hinweis beweist noch nicht, dass jemand der Imposter ist. Fragt nach der Verbindung dahinter, vergleicht die Antworten und gebt allen Gelegenheit, sich vor der Abstimmung zu erklären.

Wann solltet ihr Fragen stellen?

Beim Imposter-Wortspiel kennen die meisten ein geheimes Wort, eine Person kennt es nicht. Alle geben einen Hinweis, anschließend diskutiert die Gruppe, wer bluffen könnte. Stellt eure Fragen in dieser Diskussion, nachdem alle mit ihrem Hinweis dran waren.

Spielt eure Gruppe normalerweise nur mit Hinweisen, vereinbart vor dem Start eine kurze Fragerunde. Das ist eine Form der Diskussion mit Freunden und kein eigener Spiono-Spielmodus. Unsere Imposter-Spiel-Anleitung erklärt den grundlegenden Ablauf.

Fragt nach dem Hinweis, nicht nach der Lösung

Beginnt mit einer Frage, mit der jemand seinen Gedankengang erklären kann, ohne das geheime Wort zu nennen:

  • „Welche Verbindung hattest du bei deinem Hinweis im Kopf?“
  • „Ging es bei deinem Hinweis um das Aussehen oder die Verwendung?“
  • „Welcher vorherige Hinweis lag deinem am nächsten?“
  • „Kannst du einen anderen Hinweis geben, ohne dieselbe Idee zu wiederholen?“

Stellt mehreren Personen ähnliche Fragen. Wenn sich nur eine Person rechtfertigen muss, wirkt Nervosität schnell wie Schuld. Auch eine selbstsichere Antwort kann ein Bluff sein. Vergleicht die Erklärung deshalb mit den übrigen Hinweisen der Runde.

Vergleicht die Erklärungen über die ganze Runde

Mit diesen Fragen betrachtet ihr die Hinweise gemeinsam:

  • „Welcher Hinweis war für dich am schlüssigsten und warum?“
  • „Hat ein Hinweis verändert, wie du die vorherigen verstanden hast?“
  • „Welche zwei Hinweise haben verschiedene Seiten derselben Sache beschrieben?“
  • „Warum verdächtigst du diese Person und nicht jemand anderen?“

Achtet darauf, ob jemand seine Erklärung immer an die zuletzt gehörte Antwort anpasst. Das kann ein Anlass zum Nachfragen sein, entlarvt den Imposter aber nicht sicher. Auch wer das Wort kennt, kann einen Hinweis missverstehen.

Ein kurzes Beispiel

Angenommen, das Wort lautet Popcorn. Die Hinweise sind „Kino“, „Butter“ und „knusprig“. Eine Person sagt „Essen“ – eine sichere, aber vage Antwort. Ihr könntet fragen, ob sich der Hinweis auf einen Ort, eine Zutat oder das Gefühl beim Essen bezieht.

So bleibt Raum für eine eigene Erklärung. Vermeidet „Isst man das im Kino?“: Damit liefert ihr genau die Verbindung, die der Person vielleicht gefehlt hat. Eine gute Frage prüft eine Verbindung, statt sie vorzugeben.

Diese Fragen solltet ihr vermeiden

  • „Wie lautet das Wort?“ Damit verliert die Runde ihren Sinn.
  • „Fängt es mit P an?“ Hinweise auf die Schreibweise können die Lösung schnell verraten.
  • „Ist es Popcorn?“ Mit einer ausgesprochenen Vermutung gebt ihr dem Imposter Informationen.
  • „Warum bist du so nervös?“ Schüchternheit oder eine neue Gruppe sind kein Beweis.

Haltet die Diskussion in Bewegung und lasst vor der Abstimmung alle zu Wort kommen. Mehr Ideen für passende Hinweise und glaubwürdige Bluffs findet ihr in unseren Tipps fürs Imposter-Spiel.

Probiert die Fragen in einer Runde aus

Spiono organisiert das lokale Spiel auf einem iPhone. Wählt eure Einstellungen und Wortkategorien, gebt das Handy weiter, damit alle ihre Rolle sehen. Dann nennt ihr Hinweise und stimmt gemeinsam ab. Die App kann kostenlos heruntergeladen werden. Einige Modi und Kategorien sind mit dem optionalen Premium-Zugang verfügbar. Nach der Installation könnt ihr offline spielen.

Startet mit vertrauten Geheimwörtern, stellt während der Diskussion ein paar Fragen und prüft, ob die Erklärungen zusammenpassen. Es geht um eine gute Runde mit Freunden, nicht um ein Verhör.